# praktisch - Gesundheitsförderung in den Alltag der Wohnungslosenhilfe bringen

Anlässlich des 20. Plattformtreffens und somit dem Jubiläum der Plattform Gesundheit und Wohnungslosigkeit war die Veranstaltung den ganz praktischen Seiten der Gesundheitsförderung für die Zielgruppen gewidmet. Ziel war es, die verschiedenen Dimensionen des bio-psycho-sozialen Gesundheitsbegriffs lebensnah zu bearbeiten, um Themen wie Ernährung, Bewegung, psychische Gesundheit oder Umgang mit Sucht in die alltägliche Arbeit einfließen zu lassen.

Das Treffen wurde dankenswerterweise in Zusammenarbeit mit dem neunerhaus Café veranstaltet, und in den Räumen des Cafés und des neunerhaus Gesundheitszentrums abgehalten.

So übernahmen auch die Geschäftsführerinnen Elisabeth Hammer und Daniela Unterholzner die Eröffnung und Begrüßung des Plattformtreffens, das von Maria Bernhart (FEM) und Romeo Bissuti (MEN) eingeleitet wurde. 

Mehr als 70 Besucher*innen folgten der Einladung zu den ganz praktisch angelegten Workshops, zu denen anbei ein paar optische Eindrücke festgehalten sind.

Inhaltlich umfassten die einzelnen Stationen eine breite Palette an Themen:

Jan Luszczak vom neunerhaus Café gestaltete einen Koch Workshop, in dem er gemeinsam mit den Teilnehmer*innen aus günstigen und einfach zu beschaffenden Zutaten wunderbar schmackhafte Gerichte gestaltete. In Begleitung des Ernährungsmediziners Ata Kaynar vom MEN Männergesundheitszentrum wurde dazu auch allerlei Wissenswertes über ganz alltägliche Aspekte einer gesunden Küche berichtet. Ziel des Workshop war es, zu veranschaulichen, dass eine gesunde Küche nicht teuer sein muss und mit wenigen Zutaten leicht gelingen kann.

Heike Lindstedt & Renata Heist vom FEM - Frauengesundheitszentrum gestalteten gemeinsam mit Alfred Auer von login - Verein zur Integration und Gesundheitsförderung einen Workshop zur Mobilisierung von Körper und Geist, und brachten dabei die Teilnehmer*innen auch ganz aktiv in Bewegung. Sowohl FEM als auch Login bieten das ganze Jahr über eine breite Palette an Bewegungsangebote für alle Bevölkerungsgruppen und auch Randgruppen an.

 

Um Praktische Erfahrungen in der niederschwelligen medizinischen Versorgung und Aspekte der Gesundheitsförderung in der Wohnungslosenhilfe ging es im Workshop von Sandra Stuiber-Poirsson vom neunerhaus und Wilhelm Jaschke von der Caritas Wien. Dabei wurden viele praktische Aspekte einer stationären wie aufsuchenden Arbeit in der Gesundheitsversorgung für wohnungslose Menschen erörtert.

Georg Preitler und Sabine Schrefl von Sucht- und Drogenkoordination Wien widmeten sich dem Thema, wie man zieloffen mit suchtkranken Menschen arbeiten kann. Hier wurden vor allem praktische Ansätze wie kT (kontrolliertes Trinken) oder KISS (Kompetenz im selbstbestimmten Substanzkonsum) vorgestellt, die Teil des aktuellen Fortbildungsprogrammes der Sucht- und Drogenkoordination Wien sind. 

Veronika Götz vom Frauengesundheitszentrum FEM gestaltete gemeinsam mit Romeo Bissuti vom Männergesundheitszentrum MEN einen Workshop, welcher gendersensible Aspekte in der Arbeit mit wohnungslosen Menschen in den Mittelpunkt stellte. Dabei wurde einmal mehr die vielschichte Dimensionen des Faktors Geschlecht erlebnisnah aufgegriffen, um sich anschließend gemeinsam mit den Teilnehmer*innen über models of good practice im Umgang mit schwierigen Themen oder Situationen auszutauschen.

Das Plattformteam bedankt sich bei allen Besucher*innen und freut sich auf ein Wiedersehen beim 21. Treffen der Wiener Plattform Gesundheit und Wohnungslosigkeit.

Programm