„Der ganz normale Wahnsinn!?“ - Über psychische Belastungen am Arbeitsplatz Wohnungslosenhilfe 11/2017

Am Mittwoch den 22.11.2017 fand das 19. Treffen der Wiener Plattform Gesundheit und Wohnungslosigkeit statt. Unter dem Titel „Der ganz normale Wahnsinn?!“ wurden die psychischen Belastungen am Arbeitsplatz Wohnungslosenhilfe ins Zentrum gestellt. Die vielfältigen Belastungen und Herausforderungen die diese Arbeit mit sich bringt wurden dabei zum Thema gemacht und danach gefragt, welche Bedingungen auf betrieblicher Ebene zu einem gesunden Arbeitsklima beitragen können. 

Neben der Erkundung betrieblicher Beiträge zur Gesunderhaltung der MitarbeiterInnen wurden auch Faktoren und persönliche Eigenschaften vorgestellt und diskutiert, die die eigene Widerstandfähigkeit und Resilienz erhalten. Mit etwa 70 BesucherInnen war das Plattformtreffen einmal mehr gut besucht.

Im ersten Input des Nachmittags stellte Haris Georgiopoulos Janisch die Angebote der Fit2Work Betriebs-Beratung vor. Dabei werden Betriebe dabei unterstützt Maßnahmen zur Gesunderhaltung der MitarbeiterInnen zu eruieren, zu planen und umzusetzen. Ziel ist das Erkennen und Beseitigen von belastenden Einflüssen am Arbeitsplatz, sowie ein Etablieren von entlastenden Methoden und Maßnahmen, um so eine nachhaltige Verbesserung der Arbeitsfähigkeit Ihrer MitarbeiterInnen zu ermöglichen. Die Präsentation zu diesem Vortrag finden Sie hier.

Karin Korn aus dem Frauengesundheitszentrum FEM Süd lieferte im zweiten Beitrag des Tages unter dem Titel „Widerstand?! Resilienz als Beitrag zur Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz“ eine spannende Auseinandersetzung zu einem vieldiskutierten Begriff in der Gesundheitsförderungslandschaft. Dabei wurden neben den Potentialen und Möglichkeiten die Resilienz-Konzepte bereitstellen, auch Risiken benannt, insbesondere dort wo man Gefahr läuft, gesellschaftliche Problemlagen auf einzelne abzuwälzen. Die Präsentation zum Vortrag finden Sie hier.

Anschließend begrüßten wir Elisabeth Steiner vom FH Campus Wien Department Soziales. Unter dem Titel „Ich möchte unbedingt mit Menschen arbeiten“ setzte sie sich mit den Motiven und der Motivation zur beruflichen Tätigkeit mit Randgruppen auseinander. In einem spannenden Streifzug rund um das Thema soziale Arbeit und helfende Berufe arbeitete sie viel Erkenntnisreiches heraus und räumte auf humorvolle Art mit dem einen oder anderen Klischee und Stereotyp auf.  Die Präsentation zum Vortrag finden Sie hier

Während einer Pause, die bei unseren Treffen regelmäßig zur Vernetzung und zum Informationsaustausches genutzt wird, konnten unsere TeilnehmerInnen bei einer kleinen Ausstellung erkunden, welche Maßnahmen zur Gesunderhaltung es bereits in Einrichtungen der Wiener Wohnungslosenhilfe gibt.  Im Vorfeld des Plattformtreffens haben uns verschiedene Einrichtungen einen Einblick in die angebotenen Alternativen zur Entlastung und Gesunderhaltung ihrer MitarbeiterInnen gewährt und uns diese zugeschickt.

Im Anschluss folgten verschiedene vertiefende Workshops um in kleineren Gruppen die eine oder andere Frage stellen zu können bzw. einen umfassenderen Einblick in die Thematik zu bekommen.

· Karin Korn (FEM Süd) vertiefte ihr Thema und gab Einblicke in praxistaugliche Methoden zur betrieblichen Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz.

· Elisabeth Steiner und Gudrun Fritz (FH Campus Wien Department Soziales) setzen sich ebenfalls vertiefend mit dem Thema Gesunderhaltung am Arbeitsplatz auseinander.

· Ein Kreativ Workshop der von Rosita Alamdar (FEM) gestaltet wurde rundete das Programm ab.

(· Der Workshop Umgang mit Sucht am Arbeitsplatz von Andrea Lins-Hoffelner von der Sucht- und Drogenkoordination Wien musste leider krankheitsbedingt abgesagt werden.)

 

Zum Abschluss des Plattformtreffens haben wir eine kurze Feedbackrunde im Plenum eingeholt.

Das Plattformteam bedankt sich bei allen ReferentInnen und TeilnehmerInnen für das rege Interesse und Engagement und freut sich auf ein Wiedersehn beim 20. Treffen der Wiener Plattform Gesundheit und Wohnungslosigkeit.

 

Programm

PowerPoint-Präsentation

Good Practice Beispiele