Die Plattform stellt sich vor

Die Wiener Plattform Gesundheit und Wohnungslosigkeit vernetzt die Bereiche der Gesundheitsversorgung und Wohnungslosenhilfe.  Durch eine offene Plattform für ProfessionistInnen aus dem Bereich Gesundheit und Wohnungslosenhilfe unter Einbeziehung von Wohnungslosigkeit betroffener Personen sollen die Schnittstellen dieser beiden Bereiche sichtbar gemacht und hinsichtlich relevanter Probleme gestärkt werden. 

Gegründet wurde sie als Projekt des Frauengesundheitszentrums FEM und des Männergesundheitszentrums MEN mit Unterstützung und Förderung durch das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, das Bundesministerium für Gesundheit, den Fonds Gesundes Österreich, die MA 57 und die WGKK.


Ausgangslage

Der Bereich der Wohnungslosigkeit ist in den letzten Jahren immer komplexer und vielschichtiger geworden. Wohnungslose Frauen und Männer weisen neben Fragen der Existenzsicherung und des Wohnens auch vermehrt psychische/psychiatrische, Sucht- und gesundheitliche Problemlagen auf. Der Bereich der Wohnungslosenhilfe rückt so näher an das Gesundheitssystem, welches sich wiederum verstärkter mit der Klientel wohnungsloser Menschen auseinandersetzen muss.

In Einrichtungen der Wiener Wohnungslosenhilfe sind jährlich ca. 5.400 Menschen untergebracht. Der Anteil der Frauen liegt hier zwischen 20 und 25%. Die hohe Korrelation von gesundheitlichen Problemen, Armut und Wohnungslosigkeit ist aus vielen Studien bekannt. Wohnungslose Menschen gehören zur Gruppe der am stärksten von Armut Betroffenen und weisen eine Vielzahl an gesundheitlichen Belastungen auf. Berücksichtigt man darüber hinaus auch noch den Faktor Geschlecht, so zeigen sich spezifische Zugänge zu Gesundheit bzw. dem Umgang mit Erkrankungen von Männern und Frauen.